Windows und die meisten Anwendungen speichern Konfiguration in der Registrierungsdatenbank – kurz Registry. Immer, wenn eine Einstellung geändert wird, wirkt sich das auf den zugehörigen Wert in der Registry aus. Allerdings gibt es auch Werte in der Registry, für die sich keine Entsprechung in einem Konfigurationstool findet.
Technisch versierte Windows-Nutzer steuern einige Einstellungen an, die sie bei einem neu installierten Windows sofort ändern. Andere Anpassungen erfolgen mehr oder weniger regelmäßig, etwa um für Abwechslung bei der Desktop-Gestaltung zu sorgen oder weil bestimmte Aufgaben es erfordern.
Die Suche in den „Einstellungen“ hilft zwar, die gewünschten Optionen zu finden. Es bleibt aber trotzdem mühsam, alles wunschgemäß zu konfigurieren. Außerdem muss man sich oft durch Unterrubriken graben, teilweise auch unter Windows 11 die Systemsteuerung bemühen oder über mehrere Registerkarten navigieren.
Das macht es schwer, die gewohnten Einstellungen etwa nach einer Neuinstallation von Windows oder auf weiteren Rechnern anzuwenden. Einige Einstellungen lassen sich allerdings sichern, wenn man mit einem Microsoft-Konto angemeldet ist.
Dieser Artikel beschreibt zuerst die Grundlagen beim Umgang mit der Windows-Registry und Vorsichtsmaßnahmen, die eine Wiederherstellung bei Defekten ermöglichen. Danach geht es um ein PC-WELT-Tool, über das sich häufig genutzte Einstellungen mit wenigen Mausklicks ändern lassen. Anschließend werden weitere Hilfsprogramme vorgestellt, die den Umgang mit der Registry erleichtern oder die einen speziellen Satz von Einstellungen anpassen, etwa für mehr Privatsphäre.
Erste Orientierung in der Windows-Registry
Das Standardprogramm zum Bearbeiten der Registry ist der Windows-Registrierungs-Editor. Sie starten ihn, indem Sie die Tastenkombination Win-R drücken,
eintippen und mit „OK“ bestätigen. Das Tool zeigt den Inhalt der Registry-Dateien in einer Baumansicht an.
Tatsächlich besteht die Registry aus mehreren Dateien, die im Ordner „C:\Windows\System32\config“ liegen, dazu kommt die Datei „Ntuser.dat“ mit den Daten des Benutzers, die im Benutzerprofil unter „C:\Users\[Benutzername]“ liegt.
Die fünf Zweige der Registry:
„Hkey_Current_User“ enthält die Konfiguration des angemeldeten Benutzers.
„Hkey_Local_Machine“ nimmt die globalen Einstellungen für Windows und Anwendungen auf, die sich nur mit administrativen Rechten ändern lassen und für alle Benutzer gelten. Änderungen in diesem Zweig werden meist erst nach einem Windows-Neustart wirksam.
„Hkey_Users“ enthält Schlüssel mit Benutzer-IDs von Systemprofilen. Die beiden längeren IDs sind die des aktuellen Benutzers und entsprechen dem Inhalt von „Hkey_Current_User“.
„Hkey_Classes_Root“ enthält Dateinamenerweiterungen und die zugehörigen Programmverknüpfungen sowie Schlüssel für registrierte Windows-Komponenten.
„Hkey_Current_Config“ ist eine Verknüpfung zu den Schlüsseln unterhalb von „Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Hardware Profiles\Current\“. Das ermöglicht Programmen, über einen kürzeren Pfad auf die Werte zuzugreifen.
Schlüssel und Werte: Registry-Zweige enthalten Unterschlüssel, ähnlich den Ordnern im Dateisystem. Darin liegen Werte, die mit Dateien vergleichbar sind. Es gibt Wertetypen, beispielsweise „Zeichenfolge“ für Textinhalte oder den „DWORD-Wert (32-Bit)“, der vier Byte aufnehmen kann.
Inhalt der Registry ändern: Im Baum auf der linken Seite wählen Sie einen Schlüssel. Über das Kontextmenü „Neu“ legen Sie Unterschlüssel oder Werte an. Im rechten Teil des Fensters sehen Sie jeweils die Daten, die ein Schlüssel enthält. Per Doppelklick auf einen Eintrag öffnet sich ein Editor, über den sich die Daten ändern lassen.
Sicherungskopie der Registry erstellen
Für eine vollständige Kopie der Registry verwenden Sie das Tool Registry Backup Portable, aber auch über PC-WELT Windows-Tuner starten können (Register „Tools“). Gehen Sie zuerst auf „Settings“ und legen Sie unter „Backup Location“ einen Speicherort fest.
Sollte das Programm mit den Standardeinstellungen nicht korrekt funktionieren, gehen Sie auf „Help & Support“ und klicken auf das Icon unter „Online Help & FAQ‘s“. In der Hilfe finden Sie Anleitungen zur Reparatur des VSS-Dienstes. Danach gehen Sie auf die Registerkarte „Backup Registry“ und klicken auf „Backup Now“.
Wiederherstellung der Registry: Im Problemfall starten Sie Registry Backup erneut, gehen auf die Registerkarte „Restore Registry“ und wählen über das Auswahlfeld am oberen Fensterrand das letzte Backup aus. Klicken Sie auf „Restore Now“. Danach müssen Sie Windows neu starten.
Auf der nächsten Seite wird vorgestellt, wie der PC-WELT Windows-Tuner das Feintuning des Systems erleichtert.