In Europa wurden im zweiten Quartal über die Distribution mehr Druckgeräte verkauft als im Vorjahr. Das Marktforschungsunternehmen Context vermeldet gestiegene Absatzzahlen und etwa ein Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
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Laut Zivile Brazdziunaite, Imaging Market Analyst bei Context, wurden insbesondere mehr Multifunktionsgeräte mit Tintenstrahltechnologie abgesetzt. "Der Absatz von Inkjet-Multifunktionsdruckern stieg um vier Prozent und nimmt damit weiterhin 60 Prozent aller in der Region verkauften Drucker-Hardware ein", erläutert der Analyst. Dabei trügen hauptsächlich Hewlett-Packard mit einem Plus von fünf Prozent und Canon mit einem Plus von 17 Prozent zum Wachstum bei.
Österreich legt gewaltig zu
Der Trend von Single-Function- zu Multi-Funktion-Geräten hält dabei weiter an. Dies gilt auch für das Lasersegment: Während im zweiten Quartal die verkauften Stückzahlen von reinen Laserdruckern um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgingen, konnten die Multifunktionslaser um sechs Prozent zulegen. Allerding sank der Umsatz mit Lasergeräten, da die Durchschnittspreise von 739 auf 635 Euro gesunken sind. Context führt dies auf einen verschärften Wettbewerb der Hersteller sowie auf den gestiegenen Einsatz von A4- gegenüber A3-Geräten zurück. Vor allem der Absatz von hochpreisigen A3-Farblasergeräten ging zurück, während das Preissegment unter 1.500 Euro um 22 Prozent zulegen konnte. Dort behauptet Samsung Platz eins mit einem Marktanteil nach Stückzahlen von 37 Prozent, gefolgt von Xerox mit 29 und OKI mit 17 Prozent.
In den einzelnen europäischen Ländern gibt es jedoch erhebliche Unterschiede. Währen der deutsche Markt mit einem Prozent etwa auf europäischem Durchschnitt liegt, musste Großbritannien mit minus vier Prozent Federn lassen. Schlimmer erwischte es Dänemark und Finnland mit jeweils minus 14 Prozent, die Niederlande mit minus neun und die Schweiz mit minus acht Prozent. Zulegen konnte vor allem Österreich mit einem Zuwachs von 23 Prozent Spanien mit einem Plus von 19 Prozent.