Foto: NürnbergMesse / Thomas Geiger
"Die beste it-sa bisher überhaupt", erklärten gleich mehrere Aussteller gegenüber ChannelPartner während der Security-Fachmesse von 25. bis 27. Oktober in Nürnberg. Ein bisschen Euphorie bei dieser Aussage mitgeschwungen haben - Euphorie, das persönliche Treffen in solch großem Rahmen wieder möglich sind. Sie alleine ist für die gute Stimmung aber nicht verantwortlich: Die Standfläche war ausgebucht, Gänge und Freiflächen waren im Vergleich zu den Vorjahren und anderen Veranstaltungen eher knapp geplant und die - bisher nur gefühlten - Besucherzahlen hoch.
Das freute die Messe-Rückkehrer wie G Data, das freute die it-sa-Neulinge wie Ebertlang und das ärgerte die langjährigen Aussteller ein bisschen, die sich dieses Jahr doch nicht getraut hatten, einen eigenen Messestand zu buchen, weil sie befürchteten, dass die Besucher nicht in gewohnter Anzahl und Qualität kommen würden oder dürfen.
Etwas leiser war es lediglich am - immerhin vorhandenen - Stand des Cyber-Sicherheitsrat e.V. Dessen verbliebene Unteraussteller (einige hatten kurzfristig abgesagt) vermieden es weitgehend, das kürzlich heiß diskutierte Thema neu anzuschneiden und beteuerten auf Nachfrage, selbst in die Vereinsaktivitäten kaum involviert gewesen zu sein - unabhängig davon, wie als wie anrüchig oder seriös die sich durch die laufenden Untersuchungen erweisen werden.
Früheren Recherchen von ChannelPartner zufolge, dürfte das in den meisten Fällen auch zutreffen: Viele Mitgliedsfirmen hatten sich wohl lediglich zu einer Logo-Präsenz bewegen lassen, teils auch durch ausländische Manger, die irgendwie das Gefühl hatten, das es sich um eine wichtige Organisation handle, zu der sie Kontakt pflegen sollten, wenn sie in Deutschland Fuß fassen wollen.
Nicht ganz glücklich waren alle Referenten des Kongressprogramms. Sie hatten das Gefühl, dass die Vortragsräume nicht besonders gut ausgeschildert und auffindbar waren. Ob es aber daran oder doch am Thema, an den Referenten oder der Konkurrenz durch fünf offenen Foren mit rund 350 Programmpunkten im Messebereich lag, ließ sich nicht abschließend feststellen - zumal die ChannelPartner-Redaktion wie so viele andere vor allem das persönliche Gespräch im Messetrubel suchte (und fand). Einen Überblick über die dabei entdeckten Themen, Personen und Trends gibt die folgende Bildergalerie.