Foto: Ingram Micro
Gerhard Schulz wird Ingram Micro Ende September verlassen. Dies hat der Manager gegenüber ChannelPartner bestätigt. Spekulationen, dass sein Abgang mit dem bevorstehenden Verkauf an das chinesische Konsortium HNA zusammenhängt, bezeichnet Schulz als "Quatsch".
Der Grund liegt vielmehr an an der neuen weltweiten Struktur des Distributors. Die Zuständigkeiten werden in drei weltweite Regionen aufgeteilt: Der amerikanische Markt mit Lateinamerika und Nordamerika, Asien mit den APEC-Staaten und EMEA. Schulz wurde von Ingram-CEO Alain Monié die Leitung der EMEA-Region angeboten. Allerdings sollen die Köpfe der Regionen künftig vom Ingram-Hauptsitz im kalifornischen Irvine agieren. Das hätte für Schulz die Übersiedlung an die US-Westküste bedeutet. "Ich habe mich daher entschlossen, das Angebot nicht wahrzunehmen", erklärt er. Mit einem Alter von 53 Jahren sei es nun an der Zeit, sich "neuen Herausforderungen" zu stellen.
Foto: Ingram Macrotron
Über seine Zukunft hält sich der langjährige Ingram-Top-Manager bedeckt. Dass er in der ITK-Branche bleibt, hält er für "denkbar". Zu den direkten Mitbewerbern will er aber nicht wechseln. "Das brauche ich nicht mehr haben", meint er.
Gerhard Schulz war nun drei Jahre Europa-Chef bei Ingram Micro. Auf dieser Position hatte er immerhin die Verantwortung für 16 europäische Länder inne. Sein Nachfolger für die neue EMEA-Region wird Mark Snider, der bisher für den kanadischen Markt verantwortlich war. Snider wird dadurch auch der dirkete Vorgesetzte von Ingram-Deutschlandchef Ernesto Schmutter.
Schulz seit 16 Jahren bei Ingram Micro
Seine Karriere bei Ingram Micro begann Gerhard Schulz 2000 - als Geschäftsführer Vertrieb. Bereits 2001 oblag ihm - als Executive Managing Director - die Gesamtverantwortung für das deutsche Distributionsgeschäft. Auf dieser Position löste er den langjährigen Ingram Micro- und Macrotron-Geschäftsführer Michael Kaack ab.
2004 bekam Schulz zusätzlich die Verantwortung für die Geschäfte in Österreich, in der Schweiz sowie in Ungarn übertragen. Nun scheint er sich aus dem Distributionsgeschäft zu verabschieden.