Die meisten externen Festplatten lassen sich per USB 3.0 am PC anschließen. Dadurch arbeiten die Platten sehr schnell – theoretisch mit bis zu 500 MB/s. Doch dieses Tempo wird in der Praxis so gut wie nie erreicht.
Immerhin lässt sich sagen, dass 3,5-Zoll-Laufwerke meist schneller arbeiten als ihre 2,5-Zoll-Kollegen. Das liegt unter anderem daran, dass die Festplatten im 3,5-Zoll-Bereich mit 7.200 Umdrehungen pro Minute zum Einsatz kommen. Bei den schmaleren 2,5-Zoll-Varianten drehen die Platten meist nur 5.400 mal in der Minute.
Ein weiterer technisch bedingter Grund für die höheren Datenraten bei 3,5-Zoll-Festplatten liegt in ihren größeren Datenscheiben. In den äußeren Ringen einer Datenscheibe ist die Datenrate höher als in den inneren Ringen, da die Festplatte mit einer Umdrehung mehr Speicherfläche unter dem Schreib-Lesekopf entlangführt als mit einer Umdrehung im inneren und kleineren Bereich der Scheibe. Da die Datenscheibe einer 3,5-Zoll-Festplatte insgesamt einen größeren Durchmesser und damit auch einen größeren Umfang hat als die einer 2,5-Zoll-Festplatte, transportiert sie mit einer Bewegung mehr Speicherfläche bei gleicher Geschwindigkeit.
Unsere Kollegen von der PC-Welt haben aktuelle USB-3.0-Festplatten beider Formfaktoren im Testlabor untersucht. Dabei wurden die Lautwerke sowohl mit eigenentwickelten Benchmarks, die unter anderem die Datenraten beim sequenziellen Lesen und Schreiben messen, als auch in Praxistests untersucht. So mussten die Probanden beispielsweise einen DVD-Film auf eine schnelle SSD kopieren. Anschließend wurde der gleiche Film von der SSD auf die externe Festplatte zurückgeschrieben. Als letzte Prüfung mussten die Testlaufwerke den Film duplizieren. Je schneller die Platten die Aufgaben meisterten, desto besser. (tö)
Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation
PC-Welt.
Autorin: Verena Ortmann
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Foto: Seagate