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160 Aussteller auf mehr als 10.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, das sind die beeindruckenden Kennzahlen der Also-Hausmesse Channel Trends + Visions. Unter dem Messemotto "Also Express" legte der Distributor die Schwerpunkte auf die Themen Cloud, Bildung, Mobility, UCC, Home Automation und Digital Signage. Die 4.700 Besucher, die dieses Jahr den Weg nach Bochum in die Jahrhunderthalle gefunden haben, entsprechen etwa dem Vorjahreswert.
Das Messeumfeld nutzt das Also-Management zudem gerne, um ein Update zur aktuellen Geschäftsentwicklung zu geben. So zieht Stefan Klinglmair, Managing Director Volume Distribution bei Also, eine positive Bilanz: "Wir hatten ein erfolgreiches Jahr 2014 in dem wir die Ziele und Erwartungen übertroffen haben", erklärt er. So habe man besonders in den Bereichen SMB und Mittelstand zugelegt. "Hier macht sich unser Fokus bezahlt", folgert der Also-Volume-Chef.
Also geht ein Licht auf
Auch also hat das Thema Licht für sich entdeckt. "Wir haben hier Erfahrung und Know-how gewonnen", meint Klinglmair, der nach eigener Aussage sowohl bestehende IT-Reseller, als auch Händler aus anderen Branchen das Geschäft mit dem Licht bei Also gewinnen konnte. Auch dem Wachstumsmarkt Home Automation wolle man sich "mit hoher Priorität" widmen.
Sein Value-Kollege Sascha Viro hat sich den Ausbau des Cloud-Geschäfts verschrieben. "Wir können bereits Cloud und haben unsere Kompetenzen schon unter Beweis gestellt", betont Viro, wohl auch mit Seitenblick auf die Broadline-Konkurrenz in München. Wie sich das aktuelle Also-Cloud-Geschäft präsentiert, können Sie in einem gesonderten Artikel hier nachlesen.
Mehr Trends, weniger Visionen
In seiner Keynote äußerte sich Also-Konzernchef Gustavo Möller-Hergt zu neuen Geschäftsfeldern: Neue Themen können nicht entwickelt werden, ohne vorher die alten zu optimieren", referiert Möller-Hergt. Jemand müsse ja auch das Benzin bezahlen, das den Motor am Laufen halte. Dies habe man mit der "MORE-Strategie" realisiert.
Möller-Hergt sieht sein Unternehmen längst nicht mehr nur als ITK-Grossist: "Distributoren, das sind unsere Ex-Kollegen in München", erklärt er im Hinblick auf die Konkurrenz in Bayern. Was Also nun aber genau ist, diese Aussage bleibt Möller-Hergt in seinem Vortrag schuldig. Der Also-Erfolg sei aber nicht auf eine Schwäche der Konkurrenz zurückzuführen. "Es geht es nicht gut, wenn es den anderen schlecht geht", meint der Also-Chef versöhnlich.
Große Beachtung fand der Vortrag Hans-Joachim Watzke, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung bei Borussia Dortmund. Nur zwei Tage nach der Kündigung seines Trainers Jürgen Klopp stellte sich der BVB-Chef nach seinen Ausführungen zum Thema "ist Erfolg planbar" den Fragen des Publikums. Der ehrliche und authentische Auftritt nötigte gar eingefleischten Schalke- und Bayern-Fans Respekt ab.
Die Also-Hausmesse entstand 2009 durch die Zusammenführung der Actebis-Messe "Channel Trends" und der NT plus-Veranstaltung "NT Vision". Seither findet die Leistungsschau des Soest-Straubinger Distributors in der Jahrhunderthalle in Bochum statt.