Logitech dementiert Abo-Pläne

Schnelles Aus für die Forever Mouse

Peter Marwan lotet kontinuierlich aus, welche Chancen neue Technologien in den Bereichen IT-Security, Cloud, Netzwerk und Rechenzentren dem ITK-Channel bieten. Themen rund um Einhaltung von Richtlinien und Gesetzen bei der Nutzung der neuen Angebote durch Reseller oder Kunden greift er ebenfalls gerne auf. Da durch die Entwicklung der vergangenen Jahre lukrative Nischen für europäische Anbieter entstanden sind, die im IT-Channel noch wenig bekannt sind, gilt ihnen ein besonderes Augenmerk.
Miet- und Abo-Modelle sind im Trend – ob bei Druckern samt Verbrauchsmaterial, IT-Infrastruktur oder Autos. Bei Computermäusen ist das von Logitech aufgebrachte Thema aber nun vorerst wieder vom Tisch.
Die Computermaus MX Master 3S kostet beim Hersteller 130 Euro. Das sind viele Kunden zu zahlen bereit - ein Abo dafür interessiert sie jedoch nicht.
Die Computermaus MX Master 3S kostet beim Hersteller 130 Euro. Das sind viele Kunden zu zahlen bereit - ein Abo dafür interessiert sie jedoch nicht.
Foto: Logitech

Im Gespräch mit The Verge hatte Hanneke Faber, CEO von Logitech, Ende Juli mit dem Gedanken eines Abo-Modells für PC-Mäuse gespielt. Hanneke Faber ist seit Dezember 2023 bei Logitech. Sie kommt aus der Konsumgüterindustrie, war zuletzt beim Lebensmittelkonzern Unilever und will für Logitech neue Geschäftsmodelle und Einnahmequellen entwickeln. Jetzt hat das Unternehmen gegenüber Heise klar gemacht: Konkrete Pläne für eine Abo-Maus gibt es derzeit nicht.

Die Idee eines Abo-Modells für PC-Mäuse kam bei Kunden auch gar nicht gut an. Auch wenn sie natürlich aus Sicht der Nachhaltigkeit und des verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen ihren Charme hätte.

Offenbar hatte Hanneke, die im Interview mit "The Verge" über ein Konzept aus der Entwicklungsabteilung geplaudert, dass noch nicht zur Vermarktung gedacht war. Die Hanneke dort gezeigte Maus würde durch Firmware-Updates aktuell gehalten und neue Funktionen bekommen.

Voraussetzung für eine lange Nutzung wäre eine hochwertige und langlebige Hardware. Diesbezüglich kann man Logitech auch jetzt schon kaum Vorwürfe machen. Gehapert hat es in der Vergangenheit eher an der Pflege der Software einmal verkaufter Produkte. Zum Beispiel bei Webcams des Unternehmen beklagten das viele Nutzer.

Die Bereitschaft für Firmware-Updates im Rahmen eines Abos fortlaufend zu bezahlen, statt mit einer Einmalzahlung beim Kauf der Maus den Anspruch darauf gleich mit zu erwerben, finden Kunden aber wenig prickelnd. Beim Kauf einer Premium-Maus erwarten sie das offenbar.

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