Marktführer schneiden schlecht ab
Viele Notebooks halten nicht lange durch
Datum:04.12.2009
Asus, Toshiba und Sony liegen laut einer Studie des amerikanischen Versicherungsunternehmens
Squaretrade an erster Stelle, was die Zuverlässigkeit von Note- und Netbooks innerhalb
der ersten drei Jahre nach Kaufdatum betrifft.Ausfallraten innerhalb der ersten drei Jahre, getrennt nach Hardware-Fehlern und äußerer
Einwirkung (Unfall). Quelle: SquareTrade
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Asus, Toshiba und Sony liegen an erster Stelle, was die Zuverlässigkeit von Notebooks und Netbooks1 innerhalb der ersten drei Jahre nach Kaufdatum betrifft. Dieses Ergebnis ist Teil einer Studie, die das amerikanische Versicherungsunternehmen SquareTrade2 veröffentlicht hat. Am Ende der Skala finden sich die Hersteller Hewlett-Packard, Gateway und Acer wieder. Insgesamt meldeten 31 Prozent der Besitzer von neuen Notebooks einen Hardwarefehler innerhalb der ersten drei Jahre nach Kaufdatum. Dabei handelte es sich bei 20,4 Prozent der Fehlermeldungen um reine Hardware-Probleme und bei 10,6 Prozent um Schäden durch äußere Einwirkung. Eine um 20 Prozent höhere Hardware-Ausfallrate meldeten Besitzer von Netbooks.
Die Ausfälle, die nur durch Hardware-Probleme in den ersten drei Lebensjahren eines Notebooks oder Netbooks auftauchen liegen bei 20 Prozent. Während der Wert im ersten Jahr noch bei annehmbaren 5 Prozent liegt, steigt er im zweiten Jahr schon auf 12,7 Prozent an (siehe Abbildung).
Netbooks sind anfälliger als Notebooks
Da außer den Merkmalen günstig und leicht keine klar definierten Unterscheidungsdefinitionen zwischen Notebooks und Netbooks3 bestehen, hat das Versicherungsunternehmen alle Geräte mit einem Kaufpreis unter 400 Dollar - dem üblichen Retail-Preis - als Netbook definiert. Einstiegs-Notebooks wurden mit Preispunkten zwischen 400 und 1.000 Dollar definiert und Premium-Laptops über 1.000 Dollar Einkaufspreis. Für diese relativ neue Geräteklasse, die Ende 2007 durch die Einführung des Eee Pc von Asus an den Start ging, liegen noch keine vergleichbaren signifikanten Daten über die Laufzeit von drei Jahren vor.
Ausfallraten der verschiedenen Geräte innerhalb der ersten zwölf Monate. Quelle: SquareTrade
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Innerhalb der ersten zwölf Monate nach Kaufdatum liegt der Anteil der Ausfälle jedoch bereits über dem von Einstiegs- und Premium-Notebooks bei 5,8 Prozent. Diese Werte enthalten keine Beeinträchtigung durch Unfälle sondern beziehen sich auf reine Hardwarefehler (siehe Abbildung). Rechnet man diese Entwicklung auf drei Jahre hoch, ergeben sich laut SquareTrade Ausfallzahlen von 21,1 Prozent für Netbooks, 20,6 Prozent für Einstiegs-Notebooks und 18,1 Prozent für Premium-Notebooks.
Ranking nach Herstellern
Neun namhafte Notebook-Brands nahm das Versicherungsunternehmen genauer unter die Lupe. Diese Hersteller waren mit mindestens 1.000 defekten Geräten vertreten, was eine statistisch signifikante Ansicht der Studie erlaubt. Ausgeschlossen wurden bei der folgenden Betrachtung Schäden durch äußere Einwirkungen.
Asus und Toshiba führen mit Ausfallraten von unter zehn Prozent das Feld der zuverlässigen Notebooks in den ersten zwei Jahren an. Der auf drei Jahre hochgerechnete Wert läge bei unter 16 Prozent, womit diese beiden Hersteller fast 40 Prozent unter dem Wert der letztplatzierten, HP, lägen. Auch Sony und Apple liegen laut der Studie über den Durchschnittswerten.
Asus, Toshiba und Sony schneiden in der Zuverlässigkeit am besten Ab.
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Studienhintergründe
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Durchführung: SquareTrade Inc.6
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Fallzahl: 30.000 zufällig ausgewählte neue Netbooks und Notebooks
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Ausschluss: Software-Fehlfunktionen, Geräte aus Rückrufaktionen der Hersteller, Fehlermeldungen, die durch Software-/Firmware-Updates behoben werden konnten
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Zeitraum: 3 Jahre
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Verglichene Hersteller: Acer, Apple, Asus, Dell, Gateway, HP, Lenovo, Sony, Toshiba
Der Hersteller HP, der nach Angaben des Marktforschers IDC4 jährlich weltweit knapp 16 Millionen Notebooks verkauft, rangiert in der Zuverlässigkeitsskala an letzter Stelle. In den ersten beiden Jahren nach dem Kauf liegt die Fehlerrate über 15 Prozent und auf drei Jahre hochgerechnet läge der Wert nach Angaben der Analysten der Studie bei 25,6 Prozent (siehe Abbildung). Auch Acer und die Acer-Tochter Gateway5, beide ebenfalls mit großen Stückzahlen unterwegs, geben mit ihren Ausfallraten kein gutes Bild ab. (bw)
Links im Artikel:
1 https://www.channelpartner.de/knowledgecenter/mobilecomputing/2 http://www.squaretrade.com/
3 http://archiv.channelpartner.de/knowledgecenter/mobilecomputing/280295/
4 http://www.idc.com/
5 https://www.channelpartner.de/news/285602/index.html
6 http://www.squaretrade.com/
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