Ratgeber zum mobilen Webshop
So präsentieren sich Online-Händler optimal
Datum:06.09.2013
Autor(en):Wilfried Beeck
Mobile Commerce ist in aller Munde. Damit Online-Händler von diesem Boom profitieren,
brauchen sie die richtige Strategie. Wilfried Beeck, CEO von ePages erklärt, auf welches
Nutzerverhalten sich Shop-Betreiber einstellen müssen. Er gibt Tipps, wie der optimale
mobile Shop aussehen sollten – und wie ihn der Online-Händler mit relativ geringem
Aufwand erstellen kann.
Jeder nutzt sein mobiles Gerät anders.
Foto: Maxim Malevich - Fotolia.com
Das wachsende mobile Geschäft1 verändert die Spielregeln für den Handel – ganz gleich, ob ein Unternehmen nur online,
im Ladengeschäft oder über beide Kanäle verkauft. Denn die Kunden shoppen mit Tablets2 und Smartphones mittlerweile immer und überall: In der Bahn, auf der Couch und beim
Schaufensterbummel. Künftig wird der Markt weiter wachsen, lassen aktuelle Fakten
vermuten.
Um ein Stück vom wachsenden Mobile-Commerce-Kuchen abzubekommen, müssen Händler die
Vorlieben ihrer Kunden kennen. Nur so können sie ihr Mobil3-Angebot auf veränderte Gewohnheiten ausrichten.
Wie Kunden mit Smartphones und Tablets shoppen
Jeder nutzt sein mobiles Gerät anders4. Manche greifen erst einmal zum Smartphone5, wenn sie sich etwas kaufen möchten. Sie recherchieren, und wenn ein Treffer gut genug ist, setzen sie sich an PC oder Laptop und bestellen von dort aus. Etwa zwei von drei Konsumenten wechseln das Gerät, nachdem sie mobil gesucht haben, haben die Marktforscher von Fittkau & Maaß herausgefunden. Deshalb sind mobile Suchanfragen Geld wert, auch wenn nicht sofort geordert wird.
[Hinweis auf Bildergalerie: 5 Fakten zum Boom im Mobile Commerce] gal1
Andere Kunden suchen per Tablet oder Smartphone nach einem klassischen Ladengeschäft.
Denn sie wollen ihre potenziellen Lieblingsschuhe anfassen oder sich in Sachen Digitalkamera
beraten lassen. So landet rund jeder fünfte Verbraucher nach einer mobilen Suche im
bevorzugten6 Geschäft vor Ort.
Beim Couch Commerce sind spannende Einkaufswelten gefragt
Das Shop-System von ePages skaliert passend am Tablet und am Smartphone.
Foto: ePages
Ein weiteres Modewort ist "Couch Commerce". Besonders am Feierabend und am Wochenende
sitzen Verbraucher auf ihrem Sofa und nutzen Tablets als Schaufensterbummel-Tool.
Händler sollten diese Kunden mobil in spannende Einkaufswelten führen – mit ansprechenden
Bildern und Produkttexten.
Entscheidend für den Erfolg bei mobil im Web einkaufenden Kunden ist eine hochwertige
und flexible Präsenz auf Tablets und Smartphones. Was ist bei der Auswahl eines mobilen
Online-Shops zu beachten? Was sind die wichtigsten Funktionen, die er auf jeden Fall
mitbringen muss?
Mobiler Online-Shop im herkömmlichen Shop integriert
Foto: ePages
Am besten gelingt der Sprung ins mobile Business7 mit Shop-Systemen, die von Haus aus eine mobile Version mitbringen. Da hier die gleiche
Datenbank zugrunde liegt, wird zusätzlicher Pflegeaufwand für den mobilen Shop vermieden.
Die mit derartigen Systemen realisierte Webshops e werden auf Tablets richtig skaliert; auf Smartphones wird eine spezielle Ansicht mit intuitiver Touch-Bedienung generiert.
Was der mobile Online-Shop auf jeden Fall können muss
Ganz gleich, ob ein Händler nur online unterwegs ist, oder Online- und Offline-Shop8 zusammen betreibt – einige Anforderungen an den mobilen Auftritt sind für alle gleich:
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Produktpräsentation
Erste Highlight-Angebote sollten schon auf der Startseite zu sehen sein. Geht der Nutzer auf eine Produktdetailseite, ist ein Kompromiss zwischen Einfachheit und Emotion gefragt: Die Seite sollte so einfach aufgebaut, dass sie schnell geladen wird. Gleichzeitig muss viel Raum für ansprechende Bilder bleiben, die zum Bestellen bewegen.
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Checkout wie im klassischen Online-Shop
Kunden erwarten einen transparenten Checkout-Prozess und schnelle Ladezeiten. Der optimale mobile Checkout weist die gleichen Schritte auf wie im herkömmlichen Shop.
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Auswahl an Zahlungsmethoden:
Jede im stationären Online-Shop verfügbare Zahlungsart9 sollte auch im mobilen Shop nutzbar sein. Im Idealfall sind PayPal, ClickandBuy, Skrill, Postpay und andere direkt an die Software angebunden und lassen sich mit wenigen Klicks einbinden. Der mobile Shop muss auch Methoden wie Rechnung10 oder Bankeinzug aufweisen.
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Social-Commerce-Funktionen
Symbole zum Teilen11 via E-Mail, Facebook, Twitter oder Google+ sollten immer präsent und intuitiv zu bedienen sein.
Was stationäre Händler mit mobiler Online-Präsenz unternehmen können
Wilfried Beeck, CEO von ePages erklärt, auf welches Nutzerverhalten sich Shop-Betreiber
einstellen müssen.
Foto: ePages
Damit ein mobiler Shop die Kunden ins Ladengeschäft12 bringt, muss er mit einer auffälligen Map-Funktion ausgestattet sein. Dem Kunden,
der nach Einkaufsmöglichkeiten in seiner Nähe sucht, zeigt die mobile Ansicht dann
schon auf der Startseite die Öffnungszeiten, Telefonnummern und Anfahrtsbeschreibungen.
Diese Elemente werden von den mobilen Usern am häufigsten genutzt.
Beim stationären Händler angekommen, stecken die Konsumenten das Smartphone nicht
etwa weg. Ladenbetreiber sollten sich deshalb fragen: Wie können sie von Kunden mit
Mobilgeräten profitieren, wenn sie erst einmal vor Ort sind? Das Erfolgsrezept13 ist eine ansprechende Präsentation sowohl im Geschäft als auch auf dem Smartphone.
Dort können Produktdetailseiten Rat und Hilfe bieten – und das Shopping-Erlebnis ins
mobile Web hinein verlängern.
Wer Shop-Systeme mit integriertem mobiler Website anbietet
Wählen Unternehmen den Anbieter ihres Shop-Systems14 nach den genannten Kriterien aus, können sich die meisten teure Agenturen für ihren mobilen Auftritt sparen. Sie sollten sich bei Dienstleistern15 umsehen, die komplette Onlineshop-Systeme inklusive eines mobilen Auftritts anbieten. In Deutschland sind dies etwa Strato, MeinPaket.de, Host Europe, Deutsche Telekom oder Verio. (rw)
Links im Artikel:
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3 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2043668/index.html
4 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2612119/index.html
5 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2612825/index.html
6 https://www.channelpartner.de/steuern_finanzen/2609134/index.html
7 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2589476/index.html
8 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2591657/index.html
9 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2612501/index.html
10 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2603807/index.html
11 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2610736/index.html
12 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2591657/index.html
13 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2608178/index.html
14 http://www.epages.com/de/
15 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2607179/index.html
Bildergalerien im Artikel:
gal1 5 Fakten zum Boom im Mobile Commerce5. Smartphone-Besitzer kaufen verstärkt mobil
Immer mehr Menschen nutzen ihr Smartphone auch zum Shoppen: 40 Prozent haben damit bereits mobil eingekauft; 2012 waren es nur 38 Prozent, so eine Studie von Boniversum.
4. Mehr Smartphones als Handys verkauft
Smartphones geben dem Mobile Commerce Schub: Im 2. Quartal 2013 überstieg ihr Absatz mit 225 Millionen Stück weltweit erstmals den Verkauf von herkömmlichen Handys (210 Millionen), so Gartner Research.
3. Bezahlen über Mobile-Payment-Services im Kommen
Bei 44 Prozent der mobilen Einkäufe nutzen die Deutschen Mobile-Payment-Dienstleister wie sofortüberweisung.de oder PayPal. Bei 42 Prozent wird per Rechnung oder Kreditkarte gezahlt und bei 12 Prozent über Services des jeweiligen Netzanbieters, so der Verband BVH.
2. Mobile Seitenzugriffe verdoppelt
Von Tablets und Smartphones kam Mitte 2013 schon jeder zehnte Seitenaufruf in den mehr als 80.000 ePages-Onlineshops. 2012 waren es noch vier Prozent.
1. Starker Umsatzanstieg erwartet
Deutschland bleibt mit einem Anstieg auf mehr als 1,5 Milliarden Euro bis 2014 der zweitstärkste Mobile-Commerce-Markt nach Großbritannien und vor Frankreich, so Forrester Research.
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