Kunde muss einwilligen
Ende der Lastschrift in Online-Shops?
Datum:06.09.2012
Autor(en):Ronald Wiltscheck
Die bei Käufen im Web weit verbreitete Zahlungsmethode per Lastschrift steht vor dem
Aus, wenn der europäische Zahlungsraum SEPA wie geplant umgesetzt wird. Darauf weist
Bitkom hin. Grund ist, dass beim Online-Shopping künftig eine schriftliche Einwilligung
des Kunden für die Abbuchung vom eigenen Konto erforderlich ist. Stichtag für die
Umsetzung der entsprechenden SEPA-Verordnung ist der 1. Februar 2014.
Die beim Online-Shopping1 weit verbreitete Zahlungsmethode per Lastschrift steht vor dem Aus, wenn der europäische Zahlungsraum (Single Euro Payments Area, SEPA2) wie geplant umgesetzt wird. Darauf weist Bitkom3 hin. Grund ist, dass bei einem Einkauf4 im Internet künftig eine schriftliche Einwilligung des Kunden für die Abbuchung vom eigenen Konto erforderlich ist. Stichtag für die Umsetzung der entsprechenden SEPA-Verordnung ist der 1. Februar 2014.
Der in Deutschland sehr beliebten Lastschrift als Zahlungsmethode in Online-Shops
droht das Aus.
Foto:
Deshalb setzt sich Bitkom zusammen mit neun weiteren Wirtschaftsverbänden (unter anderen HDE, VDZ und BHV) in einer gemeinsamen Stellungnahme5 dafür ein, die Internet-Lastschrift in ihrer bisherigen Form vorerst zu erhalten. Zunächst sollte die Frist für die Einführung eines neuen Verfahrens6 um zwei Jahre auf Februar 2016 verschoben werden. Zudem wird die Kreditwirtschaft aufgefordert, bis dahin technisch sichere Internet7-Lastschriften unter SEPA-Bedingungen zu ermöglichen.
"Beim Einkaufen im Internet eine schriftliche Einwilligung8 für ein Zahlverfahren zu verlangen, bedeutet praktisch ihr Aus", meint Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Das Lastschriftverfahren sei eine unkomplizierte Zahlungsmethode, die entscheidend zum Erfolg des E-Commerce9 in Deutschland beigetragen hat, so der Vertreter des Branchenverbandes.
[Hinweis auf Bildergalerie: Zahlungsverfahren im Web] gal1
Mit der Schaffung eines einheitlichen europäischen Zahlungsraums soll der Zahlungsverkehr innerhalb der Euro-Zone vereinheitlicht werden. In diesem Rahmen10 ist es auch geplant, ein neues Lastschriftverfahren einzuführen. Neben einer schriftlichen Einwilligung für den Bankeinzug können die Kreditinstitute laut SEPA-Verordnung auf freiwilliger Basis eine elektronische Einverständniserklärung11 akzeptieren.
Das lehnt die Kreditwirtschaft aber bislang ab und trägt damit dazu bei, die Lastschrift als Zahlungsmethode vom Markt zu drängen12. "Mit den dem E-Postbrief, De-Mail oder dem neuen Personalausweis existieren innovative Verfahren, die den Auftraggeber eindeutig identifizieren und authentifizieren", sagte Kempf. Den Einsatz dieser Technologien13 sollten die Kreditinstitute bei der Umsetzung der Internet-Lastschrift auf den Weg bringen.
[Hinweis auf Bildergalerie: Zahlungsausfälle im Web] gal2
Nach einer aktuellen repräsentativen14 Bitkom-Umfrage nutzen 46 Prozent aller Online-Einkäufer die Lastschrift bei Bestellungen im Internet. Damit liegt dieses Transaktionsverfahren15 an dritter Stelle der am meisten genutzten Zahlungsmethoden16 hinter der Rechnung mit 58 Prozent und Online-Bezahldienstleistern wie Paypal17 mit 52 Prozent. (rw)
Links im Artikel:
1 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2383371/index.html2 http://de.wikipedia.org/wiki/Einheitlicher_Euro-Zahlungsverkehrsraum
3 http://www.bitkom.org/
4 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2591657/index.html
5 http://www.bitkom.org/de/themen/60529_73315.aspx
6 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2591043/index.html
7 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2587155/index.html
8 https://www.channelpartner.de/recht/internet/2591610/index.html
9 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2589993/index.html
10 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2383371/index.html
11 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2589718/index.html
12 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2587090/index.html
13 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2591657/index.html
14 https://www.channelpartner.de/index.cfm?pid=735&pk=2586192
15 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2589718/index.html
16 https://www.channelpartner.de/smb/2491874/index.html
17 https://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2591290/index.html
Bildergalerien im Artikel:
gal1 Zahlungsverfahren im WebBezahlverfahren im Web
Welche Bezahlverfahren im Internet gibt es und welchen Service beiten sie?
Foto: Fotolia, by-studio
Füllhorn:
Der Ecommerce-Leitfaden ist gratis und liefert eine Fülle an Informationen rund um Geschäfte im Web. Ein eigenes Kapitel ist den elektronischen Bezahlverfahren gewidmet.
Foto: Uli Ries
Lange Liste:
Paypal ist der mit Abstand am weitläufigsten einsetzbare Bezahldienst im Web.
Foto: Uli Ries
Zuerst aufladen:
Um mit Moneybookers im Web zu bezahlen, muss das eigene Konto erst durch Überweisung oder Kreditkarteneinzug gefüllt werden.
Foto: Uli Ries
Übersicht:
Auch bei Click & Buy muss auf dem eigenen Konto unter Umständen vor dem Shoppen Guthaben vorhanden sein. Eine Tabelle zeigt, wie das Konto gefüllt werden kann.
Foto: Uli Ries
Vorteil Käufer:
Erst nach Ablauf der Widerruffrist wird von iclear das Geld auch an den Händler ausgezahlt. Bis zu diesem Zeitpunkt kann die Transaktion leicht rückgängig gemacht werden.
Foto: Uli Ries
Eventuell kritisch:
Manche Banken untersagen ihren Online-Banking-Kunden, die Login-Daten auf fremden Seiten wie der von sofortueberweisung.de einzugeben.
Foto: Uli Ries
Passwort verlangt:
Beim Online-Shoppen mit der Mastercard sorgt ein Passwort für mehr Sicherheit, als es die Eingabe der Kreditkartendaten leisten kann.
Foto: Uli Ries
Bankräuber zum Selbstbau:
Die Schadsoftware SpyEye
Foto: Avira
Amazon Payments
Auf der eigenen Website erklärt Amazon wie das eigene Payment-System in einen Webshop integriert werden kann.
Foto: Amazon Payments
Am häufigsten benutzte Bezahlungsmethoden in Online-Shops; Quelle: ibi research, August
2011
Foto: ibi research
Kreditkarte sehr beliebt; Quelle: ibi research August 2011
Foto: ibi research
Paypal mit der stärksten Steigerungsrate; Quelle: ibi research, August 2011
Foto: ibi research
Was große Händler planen; Quelle: ibi research August 2011
Foto: ibi research
Was Online-Händler wollen; Quelle: ibi research August 2011
Foto: ibi research
Anteil der Zahlungsstörungen; Quelle: ibi research August 2011
Foto: ibi research
Kaum Zahlungsstörungen mit Paypal; Quelle ibi research, August 2011
Foto: ibi research
Keine Zahlungsstörungen mit Paypal; Quelle: ibi research August 2011
Foto: ibi research
Falsche Rechnungen? Quelle: ibi research August 2011
Foto: ibi research
Mehr Zahlungsausfälle; Quelle: ibi research, August 2011
Foto: ibi research
Starke Veränderungen bei Zahlungsausfällen; Quelle: ibi research August 2011
Foto: ibi research
Zahlungen per Rechnungen ohne Dienstleister Quelle ibi research August 2011
Foto: ibi research
Zahlungsstörungen bei Lastschrift; Quelle ibi research August 2011
Foto: ibi research
Zahlungen per Rechnung, die komplett ausfallen; Quelle: ibi research, August 2011
Foto: ibi research
Keine Dienstleister bei Lastschriftenzahlungen; Quelle: ibi research August 2011
Foto: ibi research
Kreditkartenzahlungen bei kleinen Händlern; Quelle: ibi research August 2011
Foto: ibi research
Kreditkartenzahlungen, die ausfallen; Quelle: ibi research, August 2011
Foto: ibi research
Stöungen bei Kreditkartenzahlungen; Quelle: ibi research, August 2011
Foto: ibi research
Totale Zahlungsausfälle; Quelle: ibi research August 2011
Foto: ibi research
Verluste durch Zahlungsstörungen bei Lastschrift; Quelle: ibi research, August 2011
Foto: ibi research
Weniger Zahlungsausfälle; Quelle: ibi research August 2011
Foto: ibi research
Zahlungsausfälle; Quelle: ibi research, August 2011
Foto: ibi research
Anteil des Internet-Umsatzes, Quelle: ibi research August 2011
Foto: ibi research
Umsätze in Online-Shops; Quelle: ibi research August 2011
Foto: ibi research
Zustellung per Nachnahme? Quelle: ibi research, August 2011
Foto: ibi research
Umsatzzuwächse in Online-Shops; Quelle ibi research, August 2011
Foto: ibi research
Vorkasse im Online-Handel; Quelle: ibi research August 2011
Foto: ibi research
Andere Vertriebswege? Quelle: ibi research August 2011
Foto: ibi research
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